Der schmale Grat zwischen größter Hoffnung und absoluter Verzweiflung.

 

Der erste Korrekturlauf ist fast beendet. Ich bin bei 30 von 37 Kapiteln. Wer es sich gemerkt hat, ein Kapitel ist bereits dazugekommen.

Neben Ergänzungen und Verbesserungen stehen noch einige Veränderungen an. Nachdem meine Testleserin die erste Hälfte geschafft hat und ich ihr dermaßen graue Haare verursacht habe, muss ich ein zweites Mal starten, wobei es gilt, die größten Fragezeichen am Anfang auszulöschen und euch noch mehr in die Welt zu ziehen. Das ist die größte Baustelle, die ich zu bewältigen habe. Meistens starte ich sehr hoffnungsvoll und ende hin und wieder verzweifelt, sitze da und lese den Satz wieder und wieder und frage mich: Ist er jetzt perfekt? Reicht er aus, um etwas zu bewegen? Um das zu sagen, was ich bei euch auslösen will? Ja, das denke ich tatsächlich manchmal. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Etwas Positives gibt es natürlich trotzdem. Der rote Faden steht und es ergibt alles noch Sinn.

 

Was passiert im zweiten Korrekturlauf genau?

 

Im zweiten Korrekturlauf werde ich den Text dem geänderten Exposé anpassen und das bedeutet, ich werde Kapitel verschieben, zwei Szenen ergänzen und an den Figuren feilen, diese sogar abändern und an anderen Stellen einführen. Von den Toten darf z. B. auch eine Figur zurückkehren. Diese ist etwas zu zeitig gestorben.

Es ist schon ziemlich witzig, wenn man abends im Bett liegt und eine fiese Stimme im Kopf auftaucht und sagt: „So schnell wirst du mich nicht los, muhahaha!“

Und ich liege da, grummle und denke nur: Freue dich nicht zu früh.

 

Es gibt Stunden, da läuft es super und es gibt Abende, wo ich vor dem Bildschirm sitze und nicht vorankomme. Eines steht fest: Überarbeiten macht auf Dauer keinen Spaß, doch keine Sorge, das Handtuch werfe ich nicht. Es geht voran und ich bin unsagbar dankbar, dass meine Testleserin mich auf viele Dinge hinweist, die ich nicht mehr im Hinterkopf hatte oder die einfach noch nicht hieb und stichfest waren. Obwohl der zweite Korrekturlauf noch nicht begonnen hat, weiß ich jetzt schon, dass es viel, viel besser wird als vorher.

 

Ich freue mich auf den Moment, wenn ich euch endlich schreiben kann, dass das Manuskript fertig ist. Möge es bald soweit sein.

 

Und wenn mein Kopf vor lauter Überarbeitung doch einmal raucht, dann schreibe ich ein bisschen am zweiten Band weiter. Das macht richtig viel Spaß und schenkt mir die Kraft, da weiterzumachen, wo ich im ersten Band aufgehört habe.

 

Eure Stef

2 thoughts on “Die Allianz der Sonne – Überarbeitungsprozess 1.0”

  1. Hallo Stef,
    überarbeiten ist fies – aber was dich nicht umbringt, macht dich härter … und das Manuskript besser! 💪🏻
    Ich glaube an dich und freue mich schon darauf, den fertigen Roman zu lesen.
    LG Hanna

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