„Wir sollten unsere Jahre hier verschwenden, wir sollten all unser Geld ins Meer werfen und im Sand schlafen und uns die Sterne wie Schmuck um den Hals hängen.“

 

 

 

Klappentext

 

 

 

Die Nordsee im Herbst. Nirgends ist der Himmel weiter, die Luft klarer und das Meer beeindruckender. Genau deswegen ist Edda hierhergekommen. Aber die junge Frau ist nicht wie andere Touristen. Sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Sie ist jedoch fest entschlossen, sich der Angst zu stellen und dem Himmel ins Gesicht zu lachen. Hier begegnet sie einem Mann, der genau wie sie mit seiner Vergangenheit kämpft. Eine Begegnung, die beide verändern wird.

 

 

 

Erster Satz

 

 

 

Ich kauerte auf dem Rücksitz eines Polizeiautos und kniff jedes Mal krampfhaft die Augen zu, wenn der Wagen eine Straßenlaterne passierte.

 

 

 

Meinung

 

 

 

Kennt ihr die Sehnsucht nach dem Meer? Das Rauschen der Wellen? Die Spiegelung des Himmels im Wasser? Die frische Meeresluft um euch herum?

 

Als ich Die Stille zwischen Himmel und Meer gelesen habe, hatte ich diese Sehnsucht. Ich wollte unbedingt ans Meer…

 

 

 

Edda hat eine schreckliche Vergangenheit hinter sich und will ihre Ängste bekämpfen, damit sie wieder sie selbst sein und endlich frei leben kann. Deswegen fährt sie ans Meer und wagt dort den großen Schritt. Sie lernt Hilde, die Besitzerin der Ferienwohnung, und deren Enkelin Mia kennen. Zwei wunderbare freundliche Menschen. Dazu kommt Sebastian, anfangs ein sehr störrischer Esel, bis er etwas auftaut und Edda ihn näher kennenlernen kann. Auch er hat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und so helfen sie sich gegenseitig in einsamen und schweren Momenten. Neben der Zeit am Meer erfährt man viel über Eddas Vergangenheit und was mit ihr passiert ist. Die Rückblenden sind schrecklich und traurig und wir lernen ihre tiefsten Ängste und Gedanken kennen. Dadurch fühlte ich mich schnell mit Edda verbunden und habe ihre Beweggründe und ihre Gedanken verstanden.

 

 

 

Kati Seck hat einen wunderbaren, fließenden Schreibstil und kann damit einfach alles beschreiben. Eddas Gedanken, das Meer, die Umgebung und vor allem auch Eddas Ängste. Ich habe keine Angst vor dem Himmel, aber als ich es gelesen habe, hat es mich eiskalt erwischt. Ich habe so mit Edda gezittert und mit ihr gefühlt, dass mir zwischendurch die Luft zum Atmen weggeblieben ist. Eddas Gedanken kommen ganz tief aus dem Herzen, Gedanken, die nicht nur sie, sondern auch jeder andere Mensch haben könnte. So oft dachte ich, dass sie einfach recht hat. Das ganze Buch war sehr emotional, von tiefsitzender Angst und kaltem Schock bis hin zu wachsendem Mut und einem warmen Hoffnungsschimmer. Ich wollte nicht, dass das Buch endet, aber irgendwann war der letzte Satz da und ich war traurig, dass es zu Ende war, aber auch innerlich so zufrieden über die Geschichte und deren Ende, denn es war so wie es war, perfekt. Ein bis zwei Fragen blieben offen, aber das schadet dem Buch überhaupt nicht, denn so kann man seine Gedanken vollenden, wie man es möchte.

 

 

 

Ich durfte das Buch kostenlos in einer Leserunde über die Lesejury lesen und konnte mich sowohl mit der Autorin als auch anderen Lesern austauschen. Es war eine ganz tolle Erfahrung, denn Leserunden geben einem die Chance, ganz intensiv über einen Roman reden zu dürfen, Fragen zu stellen, Abschnitte auseinander zu nehmen und auch interpretieren zu können. Vielen Dank an den Verlag und Kati Seck!

 

 

 

Fazit

 

 

 

Ein Buch, das berührt. Eine Geschichte, die Hoffnung macht. Eine Figur, die gegen ihre Ängste kämpft. Für alle, die schon einmal das Gefühl hatten, verloren gegangen zu sein.

 

 

 

Fakten

 

 

 

 

 

 

Als Taschenbuch (14,00 EUR) und Ebook (10,99 EUR) erhältlich.
Eure Stef

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