“Freiheit bedeutet, man selbst zu sein.” 

Klappentext


Fantaghiro ist nicht nur die Jüngste von drei Königstöchtern, sondern auch die Wildeste. Tagtäglich setzt sie sich über alle Regeln des Hofs hinweg, reitet, liest Bücher und streift oft stundenlang in den verbotenen Weißen Wäldern umher. Das geht schließlich so weit, dass ihr Vater sie auf dem königlichen Ball des Nachbarlands nicht als seine Tochter vorstellen möchte. Für Fantaghiro kein Problem. Ohne zu zögern, schneidet sie sich ihr schönes Haar ab und gibt sich als Stallbursche aus, um ihre Schwestern begleiten zu können. Als sie dann aber unterwegs angegriffen werden, steht sie plötzlich vollkommen alleine und nur mit einem Stock bewaffnet dem gut aussehenden Schwertkämpfer Alessio gegenüber – und der hält sie für einen Jungen…

Erster Satz


Wie das Geheul rastloser Geister hallte das Echo ihres Namens im Dickicht der Weißen Wälder wider.

Meinung


Wer die Serie um Fantaghiro nicht kennt, hat in seinem Leben eindeutig etwas verpasst! Die Autorin hat hier eine wundervolle Adaption erschaffen, die den Leser genau in die Abenteuer von Fantaghiro zurückversetzt. Es ist wie ein Nach-Hause-kommen.

Die ersten Kapitel habe ich mit klopfenden Herzen verschlungen, es war vieles doch so ähnlich und dann wieder nicht.

Fanthagiro ist und bleibt eine freiheitsliebende Protagonistin, sie ist unglaublich liebenswert, macht keinerlei Unterschiede der Herkunft nach und kämpft doch mit ihrer Einstellung, dass Mädchen oder an sich Frauen genau dieselben Möglichkeiten haben sollten wie Männer, für sich alleine. Und dennoch hat sie ihren Platz im Leben noch nicht gefunden. Denn Liebe kennt Fantaghiro nicht. Heiraten, eine Ehe, Kinder – für sie einfach unvorstellbar. Ist sie doch der Meinung, dass man als Ehefrau wieder in eine Art Käfig gesteckt wird. Es ist wunderbar zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt und die Liebe kennenlernt.

Doch auch Alessio und Tristan bieten schöne Einblicke, wird der Roman ja auch aus ihrer Sicht teilweise erzählt. Schade empfand ich hier, dass die Schwestern und auch dem König zu wenig Handlung eingeräumt wurden.

Leider lässt der Roman zum Ende hin stark nach, was ich wirklich ziemlich bedauere. Die Autorin weicht von der Serie im letzten Drittel zwar stark ab, aber das ist an sich gar nicht das Problem. Sie eröffnet neue Probleme und dadurch andere Lösungsansätze. Aber ich hatte das Gefühl, als ob sie zum Schluss nicht genau wusste, wie sie den Protagonisten am besten helfen kann. Es kam mir so hastig und unüberlegt vor. Ich war vom Ende einfach sehr enttäuscht. Die Handlungen von gewissen Figuren war für mich einfach nicht nachvollziehbar.

Ich würde hier gerne genauer werden, aber dann müsste ich etwas spoilern und das möchte ich euch natürlich nicht antun. Nichtsdestotrotz bleibt es ein wundervoller Fantasy-Roman.

Und da ich jetzt nach dem Lesen so viel Lust auf Fantaghiro habe, muss ich mir doch glatt die Serie anschauen gehen. 😀

Fazit


Wundervolle Serienadaption, die leider zum Ende hin etwas schwächelt. Dennoch ein toller Fantasy-Roman!

Fakten


Verlag: >> Impress <<
Autorin: >> Jennifer Alice Jager <<
>> Jennifer Alice Jager bei Facebook <<
Als Ebook (3,99 EUR) erhältlich.

Eure Simi

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