“Mut besaß sie, das musste ich ihr lassen.”

Klappentext

“Okay, es ist wie bei Schrödingers Katze. Es ist möglich und nicht möglich, dass es da jemanden gibt, den ich dummerweise nicht mehr vergessen kann.”

Das sagt Rike zu ihrem besten Freund, nachdem sie dessen Schwester Camila kennengelernt hat. Seitdem geht sie ihr nicht mehr aus dem Kopf. Camila ist überall – in ihren Gedanken, ihren Träumen und irgendwann steht sie sogar unerwartet einfach vor ihr. Von einer Peinlichkeit stürzen sie in die nächste, bis sie sich schließlich darauf einigen, einfach nur miteinander ins Bett zu gehen. Wochen vergehen und was eigentlich nur eine kleine Ablenkung sein sollte, wird zu etlichen gestohlenen Stunden.
Schon bald gelingt es ihnen nicht mehr, ihre Gefühle füreinander zu verbergen – Doch keine von ihnen ist sich sicher, wo das hinführen soll.

Erster Satz

Statistisch gesehen sterben nur sieben von einhundert Jugendlichen an einer Krebserkrankung.

Meinung

Tigerstreifenhimmel ist eine schöne, sehr gefühlvolle Geschichte von zwei Frauen, die sich kennenlernen und ihren Gefühlen kaum trauen, weil diese sich so besonders anfühlen. Und das hat mich sehr berührt. Rike und Camila. Rike, die schüchterne, nachdenkliche Buchhändlerin und Camila, die taffe, kreative Kickboxerin.

Das Buch beginnt sehr ernst, weil Rike über den Tod ihres Bruders nachdenkt und mit ihrem besten Freund Rafael darüber redet, denn Rike hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren besten Freund so gut es geht zu helfen, da auch er schwer krank ist. Ich hatte die Befürchtung, dass es sehr traurig wird, aber das Gegenteil traf ein: Rafael hat seinen Lebensmut nicht verloren, kämpft und Rike hilft ihm dabei. Die Freundschaft zwischen den beiden ist einfach besonders. Er steht ihr mit Rat und Tat beiseite, die Nachrichten, die sie sich gegenseitig geschickt haben, brachten mich zum Schmunzeln. Als dann Camila in Rikes Leben tritt, die zuerst etwas forsch zu ihr ist, sich aber dann ganz freundlich herausstellt, wirft es Rike aus ihrem Leben. Und nicht nur ihres, sondern auch Camilas. Rafaels Schwester ist nämlich alles anders als ein Unschuldsengel, da sie eher kühl und unnahbar ist und den Drang für Verbotenes hegt. Nach und nach lernen sich die beiden kennen und es war weder aufdringlich noch übertrieben. Es war sanft und vorsichtig. Beide waren sich ihren Gefühlen nicht sicher und mussten dieses Gefühlschaos verstehen lernen und das empfand ich als sehr authentisch.

Ronja Delahaye hat einen sehr flüssigen Schreibstil und beschreibt die Atmosphäre, die Gefühle und die Umgebung sehr gut, sodass ich es mir auf Anhieb alles vorstellen konnte. Die Perspektiven wechseln zwischen Rike und Camila hin und her, sodass wir in beide Leben eintauchen können. Ebenfalls sehr gut fand ich die verschiedenen Themen, die die Autorin aufgegriffen hat: sei es z.B. die schwere Krankheit von Rafael oder das illegale Kickboxen. Ernste Themen, die sie so gut verpackt hat, dass man nicht die ganze Zeit bedrückt ist, aber die einem trotzdem im Kopf bleiben.

Es war für mich eine gelungene Abwechslung und hat mir eine schöne Lesezeit beschert. Vielen Dank, liebe Ronja Delahaye, für das Rezensionsexemplar!

Fazit

Eine sanfte und gefühlvolle Liebesgeschichte zweier Frauen, die authentisch erzählt wird und Zeit zum Abschalten schenkt, weil sie einen nicht überrumpelt, sondern im Herzen berührt.

Fakten

Autorin: >> Ronja Delahaye bei Facebook <<
>> Ronja Delahaye bei Instagram <<
Als Taschenbuch (14,97 EUR) und Ebook (3,99 EUR) erhältlich.


Eure Stef

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