“Ich kann nicht aufhören, ich zu sein. Zu fühlen, was ich fühle. Zu lieben, was ich liebe. Zu hassen, wer mich verletzt hat. Ich wünschte, ich könnte das alles abstellen wie einen Wasserhahn. Aber wenn all das verschwindet, sowohl das Gute als auch das Schlechte, wer bin ich dann noch?”

 

Klappentext

 

Was würdest du tun, wenn ein Mensch, den du liebst, einfach verschwindet?
Was würdest du riskieren, um ihn zurückzubekommen?

Die siebzehnjährige Susanna hat alles außer echten Problemen. Als Mitglied einer privilegierten Gesellschaft, die ihr perfektes Leben in einer Stadt hinter schützenden Mauern führt, gleicht ihr Dasein einem Hauptgewinn. Nur ist ihr gar nicht bewusst, wie viel Glück sie tatsächlich hat.
Nachdem ihr Bruder jedoch eines Tages spurlos verschwindet, setzt sie alles daran, ihn zu finden, und stößt dabei auf Wahrheiten, die ihr den Boden unter den Füßen wegreißen.

Sanni ist das Prequel zu Deceptive City und die Antwort auf die Frage: Wer ist Susi wirklich?

 

Erster Satz

 

Eine ganze Weile starre ich schon auf das leere Papier.

 

Meinung

 

Nachdem wir den ersten Band von Deceptive City gelesen haben, waren wir sehr gespannt auf das Prequel und auf Susis Geschichte. Um es kurz und knapp zu sagen, das Buch hat es in sich. Es ist unglaublich stark, sehr emotional und spannend bis zur letzten Seite.

Das Cover ist der Wahnsinn. Gerade die dunklen Farben lassen es sehr geheimnisvoll wirken und auch das Bild der jungen Frau passt zu Sanni.

Wie im Klappentext beschrieben, geht es in diesem Buch um Susanna, die einige bereits als Susi aus Deceptive City: Aussortiert kennen. In der Vergangenheit wird sie Sanni genannt und dort führt sie ein ruhiges, sorgenfreies Leben bis zu dem Tag, als ihr Bruder verschwindet. Das lässt sie jedoch nicht kalt, sondern sie begibt sich auf die Suche nach ihm, und was sie herausfindet, stellt alles in Frage, was sie kennt.

Der Roman beginnt mit einer Szene, die einen an Deceptive City erinnert, bis der erste Zeitsprung kommt und die eigentliche Geschichte recht ruhig und entspannt beginnt. Wir lernen Sanni als normales Mädchen kennen, wie sie zur Schule geht und mit Theo, ihrem besten Freund, abhängt. Doch von Seite zu Seite spürt man die Bedrohung, bis schlagartig etwas Schreckliches passiert und von diesem Moment an ist Sannis Leben ein Chaos und gerät außer Kontrolle.

Aus der Ich-Perspektive lernen wir sie kennen, lesen ihre Gedanken, spüren die Ängste und Sorgen in ihr und wir sind dabei, wie Stück für Stück ihre Welt zusammenbricht und das lässt einen nicht mehr in Ruhe. Wir konnten kaum das Buch beiseite legen, weil es uns so gefangen genommen hat.

Doch es ist nicht nur die Spannung, die einen fesselt, sondern auch die starken Gefühle und Gedanken von Susi. Das Besondere an dem Roman ist nämlich der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart. Wie Susi über ihre Vergangenheit nachdenkt, ist wahnsinnig gut beschrieben, wie sie versucht, das alles festzuhalten und es irgendwie zu verarbeiten, hinterließ bei uns eine Gänsehaut.

Diese Verbindung zwischen den zwei Zeitebenen und die Geschichte, wie Sanni zu Susi wurde, ist grandios und Stefanie Scheurich sehr, sehr gelungen.

Deceptive City hatte uns schon sehr gefallen, Sanni hält locker mit. Es gibt noch mehr Informationen zu der Stadt, zu der Medizinischen Forschungseinrichtung, der Gesellschaft und dem Leben dort. Ein paar wenige Figuren, die bereits in Band 1 einen Auftritt hatten, tauchen auf oder werden erwähnt. Warum Susi im ersten Band so geheimnisvoll war, ergibt nun einen Sinn und beantwortet die Frage, warum sie so ist und diese Entwicklung ist stark.

Auch im Prequel ist uns Stefanie Scheurichs Schreibstil wieder positiv aufgefallen. Sie verpackt die Geschichte mit Worten, die einen nicht mehr loslassen. Man ist nachdenklich, schockiert, aber auch wütend und verzweifelt, weil man mit Sanni fühlt und sie am liebsten in den Arm nehmen und ihr Mut zusprechen möchte.

Der Band ist in sich abgeschlossen, aber es fällt noch der ein oder andere Hinweis, der die Neugierde auf die Fortsetzung wachsen lässt. Auf jeden Fall empfehlen wir, vor dem Prequel Deceptive City: Aussortiert zu lesen. Die Zusammenhänge sind stimmiger und Susis geheimnisvolle Art zuerst kennenzulernen, gibt dem Prequel noch den gewissen Reiz. Wer Dystopien mag, ist hier bei dieser Reihe gut aufgehoben.

Ein liebes Dankeschön an die Autorin, dass wir ihre Testleser sein und Sanni vorablesen durften. Wir freuen uns sehr auf das, was noch kommt!

 

Fazit

 

Sehr starkes, emotionales Prequel zu Deceptive City und ein Muss für alle Deceptive City-Fans. Das ist Sannis Geschichte, wie sie zu Susi wird. Eine Geschichte, die unter die Haut geht.

 

Fakten

 

Verlag: >> Sternensand Verlag <<

Autorin: >> Stefanie Scheurich <<

>> Stefanie Scheurich bei Facebook <<

Als Taschenbuch (16,95 EUR) und Ebook (3,99 EUR) erhältlich.

 

Eure Simi und Stef

 

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