Von London nach Hogwarts und wieder zurück.

Wer mich fragt, was mein persönliches Highlight in London gewesen ist, obwohl mir einfach alles gefallen hat, was ich unternommen habe und ich überall mit einem leuchtenden Herzen heraus gekommen bin… dem antworte ich mit: Warner Bros. Studio Tour London – The Making of Harry Potter.

Ich kann die Tour nur jedem wärmstens empfehlen und ich werde sie mir irgendwann wieder anschauen, weil das Gefühl, dort in diesen Kulissen zu stehen und hinter die Leinwand zu schauen, atemberaubend ist. Es steckt so viel Liebe im Detail in dieser Ausstellung… ich bin mit Harry Potter groß geworden und fühlte mich wieder in die Geschichte hineinversetzt als hätte ich die Bücher vorgestern gelesen und die Filme erst gestern gesehen.

Doch bevor ich weiter groß erzähle, wie toll es doch war, zeige ich es euch einfach!

Fahrt und Ankunft

Wir sind mit dem London Midland Zug von Euston nach Watford Junction und von dort mit dem Shuttlebus zur Warner Bros. Studio Tour gefahren. Es war die für uns beste und kostengünstigste Variante.

Für die Zugfahrt haben wir unsere Oyster Card benutzt, die wir vorher natürlich mit ausreichend Pfund aufgeladen haben. Eine Fahrt hat ungefähr 20 Minuten gedauert, aber – Achtung – es gibt auch Bummelzüge, die länger brauchen. Der Shuttlebus war ebenfalls leicht zu finden. Zum einen halfen Hinweisschilder im Bahnhof selbst aus, außerhalb des Bahnhofs schaute man nur nach links zu den Bushaltestellen und schon entdeckte man die entsprechende Haltestelle. Zum anderen ist der Bus aber auch unverwechselbar, denn er ist mit einem riesigen Harry Potter Design geschmückt.

Die Busfahrt dauert ebenfalls ungefähr 15 Minuten, endet dann aber direkt vor dem Eingang zu der Warner Bros. Studio Tour. Haltet übrigens 2,50 £ bereit, denn so viel kostet der Shuttlebus für die Hin- und Rückfahrt.

Dort angekommen schlug dann schon mein Herz höher. Wir kramten unsere Tickets hervor, nachdem wir die Plakate und Figuren am Eingang bewundert haben und gingen zur Einlasskontrolle.

Hinweis:
Die Tickets haben wir übrigens im Februar gekauft und uns per Post zuschicken lassen. Das kann ich euch auch nur unbedingt empfehlen, da wir drei Monate im Voraus die Tickets gekauft haben und sie im Februar schon fast komplett für unsere paar Tage Ende Mai/Anfang Juni ausverkauft waren.

Bei der Einlasskontrolle werden sehr genau die Taschen kontrolliert, das heißt, auf jeden Fall etwas Zeit einplanen. Da wir sehr zeitig da waren, mussten wir nur wenige Minuten warten, aber bei mehr Andrang kann es schon länger dauern. Dann waren wir drin und standen vor einem riesigen Kinoplakat von Phantastische Tierwesen und ein paar Kostümen aus dem Film!

Das sah schon richtig toll aus! Dann ging es weiter zum eigentlichen Eingangsbereich, zu dem man durch einen längeren Gang gekommen ist, wo links und rechts Zitate zu lesen waren.

Eigentlich eher unspektakulär und trotzdem bin ich bei jedem stehen geblieben und habe mir diese durchgelesen. Ab diesem Zeitpunkt lief dann der wunderbare Soundtrack von Harry Potter im Hintergrund, der bei mir eine Gänsehaut hinterließ.

Im Eingangsbereich angekommen konnte man sich ausruhen, die Toilette benutzen, Jacken und Tasche abgeben, etwas essen und trinken, sitzen, warten, lesen, sich im freien W-Lan einloggen, Bilder und Highlights angucken oder wie wir es gemacht haben… direkt anstellen, um die eigentliche Studio Tour zu besuchen.

Dort musste man dann auch noch einmal etwas warten, da die Besucher grüppchenweise eingelassen werden. Das hatte den Vorteil, dass die Besucher nicht geballt hineingehen, sondern immer abschnittweise die Ausstellung betreten, dadurch hatte man eine gute Sicht auf die Kulissen und Kostüme. Ich dachte anfangs… wie sollen bei den Massen an Menschen schöne Fotos entstehen und wie soll ich, kleiner Mensch, bei so vielen Menschen etwas sehen, aber durch diese Variante des Einlasses hat es sich während der Tour so verlaufen, dass ganz tolle Fotos entstanden sind.

Ja, ihr seht richtig, das sind alles Bertie Bott’s Bohnen!

Hinweis:
Achtet die Zeiten auf euren Tickets. Wir sind zehn Minuten vor der Zeit hineingekommen, aber grundsätzlich soll man wirklich in der Zeit die Studio Tour betreten, für die man die Karten geholt hat. Bei plus/minus zehn Minuten sagt niemand etwas, aber wenn es sich um Stunden handelt, kann es passieren, dass ihr noch warten müsst oder nicht mehr hinein kommt.

Magie und Faszination

Als erstes gelangt man in einen dunklen Raum, wo der erste Guide ein wenig zur Tour erklärt. Dort werden ein paar Aufnahmen von Regisseuren und Filmpremieren sowie dem Filmteam abgespielt. Im nächsten Raum begibt man sich in ein Kino, wo einem gesagt wird, dass man jetzt alle Harry Potter Filme sieht und man am nächsten Tag abgeholt wird. Die Vorstellung fand ich irgendwie lustig!

Bei der Filmsequenz erzählen Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint etwas zu den Filmdreharbeiten und verschwinden am Ende hinter dem Portal zur großen Halle und dann…

Der Film ist zu Ende, die Leinwand geht hoch und man steht tatsächlich vor dem Eingang zur Großen Halle. Spätestens da wollte mein Herz herausspringen… Ich habe gegrinst wie ein Honigkuchenpferd.

Das Tor wurde geöffnet und ich betrat die Große Halle. Wow! Gigantisch sag ich euch. Links und rechts zwei lange Tafeln, Kostüme der einzelnen Häuser und ganz am Ende natürlich die Kostüme der Figuren wie Dumbledore, Snape, Hagrid und andere. Da wir die Ausstellung zum Feuerkelch besucht haben, stand natürlich der Feuerkelch da und der Guide hat etwas zur Funktionsweise erklärt.

Ab diesem Zeitpunkt konnte man durch die Ausstellung gehen, wie man Lust und Laune hatte und da stehen bleiben, was einen besonders interessiert hat oder nicht. Das Besondere an der ganzen Ausstellung ist, dass überall Guides standen, die einem zu bestimmten Themenbereichen wie Maske, Kostüm oder Kulisse etwas erzählt haben.

Außerdem war die Studio Tour so weiträumig, dass sich die Menschenmassen verlaufen haben und so hatte ich nie das Gefühl, bedrängt zu werden oder nichts sehen zu können. Ich habe alles in Ruhe auf mich wirken lassen.

Neben der Ausstellung könnt ihr auch von euch zwei Videos vor einem Green Screen drehen lassen, was wir nicht gemacht haben. Das kostet extra und dort musste man anstehen, wofür wir kein Interesse hatten. Doch für den ein oder anderen von euch sicher eine tolle Erinnerung!

Wir haben die Ausstellung, Kostüme, Accessoires, Bilder, Requisiten und Kulissen einfach auf uns wirken lassen und ich sage euch… das Gefühl war unbeschreiblich. Ich war fasziniert und verzaubert zugleich. 

Es gab überall Highlights, überall entdeckte man die Liebe im Detail. Es gab Requisiten, die ich dort das erste Mal gesehen habe, die angeblich in den Büros der Lehrer oder in anderen Zimmern in Hogwarts im Hintergrund stehen. Okay?! 


Auch Dumbledores Büro brachte mich zum Staunen… Wie gefällt es euch?

Oder eine Runde Quidditch gefällig?

Oder doch ein Besuch bei den Weasleys?

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten…

Seid ihr mutig genug, um den Verbotenen Wald zu betreten?

Seidenschnabel in Originalgröße… ihr glaubt gar nicht, wie meine Augen geleuchtet haben…

Ebenfalls sehr beeindruckend war der Hogwarts-Express. Dort wurden die Zugabteile der einzelnen Schuljahre dargestellt.

Irgendwann (ich weiß nicht mehr genau wann) war dann der erste Zwischenstopp, wo man essen und trinken durfte. Dort ließen wir es uns nicht nehmen, Butterbeer zu trinken. Es ist super lecker und erinnert mich geschmacklich an Karamellbrause! Ich fand es köstlich!


Danach ging es in den Außenbereich und daraufhin weiter in den technischen Bereich, wo man sehen konnte, wie die Figuren und Wesen erstellt wurden oder wie die Masken entstanden sind.

Weiter geht es hinter den Kulissen…

Langsam näherte man sich auch dem Ende, das gekrönt war mit zwei Highlights.

Die Winkelgasse. Wie oft mein Herz an diesem Tag schon Luftsprünge gemacht hat… ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war diese Kulisse ein Traum.

Das Finale war das riesige Modell des Hogwarts-Schlosses, welches mit den Lichtern von Tag und Nacht beleuchtet wurde, unterstützt von der traumhaft schönen Musik des Filmes. Ich weiß nicht, wie lange ich dort stand und dieses Schauspiel beobachtet habe. Ich glaube, ich hätte dort noch Stunden stehen können…

Ganz am Ende gelangte man dann in den Raum voller Zauberstäbe. Das ist der Raum, wo jedes Filmcrew-Mitglied einen eigenen Zauberstab bekommen hat. Ihr könnt euch vorstellen, die Crew ist groß, daher gab es auch jede Menge Schachteln mit Namen.

Der krönende Abschluss – die Kirsche auf der Sahnehaube – war dann der Shop, bei dem ich arm geworden bin, aber sei’s drum… Augen zu und Karte durch!

Für mich hat sich der Besuch mehr als gelohnt. Auch wenn 41,00 £ ein kleines Vermögen ist, ist die Zeit dort jede Erinnerung wert, denn die kann einem keiner mehr nehmen. Selbst beim Schreiben von diesem Beitrag und beim Einfügen der Bilder bin ich immer wieder hängen geblieben und summe die Musik mit. Unglaublich… egal, wie viel Zeit vergangen ist, meine Liebe für die Harry Potter Reihe ist bis heute nicht vergangen.

Ich wurde dort verzaubert, war gefesselt und fasziniert… und wenn das keine Magie gewesen ist, dann weiß ich es auch nicht.

After all this time?
Always.

Eure Stef

 

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