“Ich denke, es gibt in fast jeder Familie ein schwarzes Schaf, Dr. Milton. Und bei uns bin das leider ich.”

 

Klappentext

 

Mythen, Sagen und Legenden – das ist die Welt von Skye, die lieber für ein Geschichtsreferat recherchiert, als sich auf einem Konzert die Ohren volldröhnen zu lassen. Pech für sie, dass ausgerechnet ihr bester Freund den begehrten Platz als Schlagzeuger in der angesagtesten Indie-Rockband der Stadt ergattert. Notgedrungen trifft Skye nun ständig auf Thorsson, den düsteren Sänger der Band, dem es jedes Mal gelingt, sie aus dem Konzept zu bringen. Erst als Skye in seinen Songtexten Hinweise auf ihre geliebten nordischen Mythen entdeckt, versucht sie hinter seine Fassade aus Coolness und Exzessen zu blicken und kommt ihm und seinem Geheimnis dabei deutlich näher als beabsichtigt…

 

Erster Satz

 

Vor ihm türmte sich das Meer auf.

 

Meinung

 

Wisst ihr, ich hatte hohe Erwartungen an Skye: Götter des Nordens. Warum? Weil ich alles, was mit Mythologien zu tun hat, liebe. Ich liebe Geschichten über Mythologien und habe schon ein paar verschlungen… seien es indische, orientalische, irische, aber über die nordischen Götter habe ich bisher kaum etwa gelesen. Klar, ich bin ein großer Thor-Fan und er gehört bei Weitem zu den sexiesten Marvel-Helden, dennoch ist es was anderes, eine Fantasy-Geschichte zu lesen, die sich mit der Thematik befasst.

Gerade deswegen war ich so begeistert, wollte es unbedingt lesen! Leider hatte ich in diesem Bezug etwas mehr erwartet. Ich weiß Skye: Götter des Nordens ist ein Jugendbuch, es ist auch wirklich schön geschrieben. Die Probleme der Protagonisten werden dem Genre völlig gerecht. Leider hat mich persönlich das Thema um die Nordischen Götter zu wenig angesprochen. Ich hatte mir hier einfach mehr Tiefe gewünscht.

Auch hat mir die Entwicklung der Protagonistin Skye nicht so gefallen. Zu Beginn war sie so taff, cool, konnte jeden mit ihrer Schlagfertigkeit umnieten. Sie war so selbstbewusst! Wahnsinn! Ab der Hälfte des Buches war sie ein jammerndes verliebtes Teenagermädchen, das nur noch verunsichert war. Grrrrrrr. Was ist aus meiner Skye geworden?

Auch hätte ich mir erhofft, das Skye eine gewisse Schlüsselfigur spielt. Die Handlung – oder sagen wir das Problem – war jedoch ein Selbstläufer gewesen und Skye hat zur Lösung des Problems eher wenig beigetragen. Sie war zwar beteiligt, aber nicht in dem Ausmaß, den ich mir gewünscht habe.

Leider war Skye: Götter des Nordens nicht mein Fall, obwohl ich es als leichtes Jugendbuch dennoch empfehlen kann, man sollte nur nicht zu sehr an den mythischen Aspekt interessiert sein.

 

Fazit

 

Leider hatte ich mir mehr erwartet, als das Buch mir geben konnte. Wer hier hofft eine tiefere Geschichte über die nordischen Götter zu lesen, sollte es besser beiseite legen. Für wen der mythische Aspekt nur eine Randnotiz und man begeisterter Jugendroman-Leser ist, dem kann ich Skye nur empfehlen, denn in dem Genre ist es genau richtig.

 

Fakten

 

Verlag: >> Impress/Carlsen <<

Autorin: >> Lea McMoon <<

>> Lea McMoon bei Facebook <<

>> Lea McMoon bei Instagram <<

Als Ebook (3,99 EUR) erhältlich.

 

Eure Simi

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.