„Mein Drache hat sich in einem Kindermädchen verheddert!“

 

Inhalt

 

Die Geschwister Jane und Michael Banks sind erwachsen geworden und unterstützen sich nach einem familiären Verlust gegenseitig. Doch neben der Trauer trüben zusätzlich noch Geldsorgen die Stimmung der Familie. Nur eine kann in dieser Situation helfen… Mary Poppins.

 

Meinung

 

Die erste Verfilmung von Mary Poppins stammt aus dem Jahr 1964. Ja, der Film ist wirklich schon sehr alt. Umso schöner empfand ich die Neuigkeit, dass es eine Fortsetzung geben soll. Ich weiß, es gibt viele, die von Fortsetzungen nichts halten oder sich keine Neuauflagen wünschen, aber ich bin dem gegenüber sehr optimistisch gestimmt, sodass ich Mary Poppins’ Rückkehr eine Chance gegeben habe. Und wer sagt’s denn?! Der Film war richtig, richtig schön.

Mary Poppins kehrt zurück zu den Banks-Kindern, um diese in einer schwierigen Zeit zu unterstützen. Während Michael versucht, die Geldsorgen loszuwerden, kümmert sich Mary um dessen Kinder Annabel, John und George. Und wenn Mary Poppins da ist, dann wird es kunterbunt und witzig. Natürlich kann sie auch streng sein… selten, aber kann sie wirklich.

Zu Beginn sage ich es euch gleich: dieser Film lebt von der Musik. Deswegen ist er für mich auch ein absoluter Sing-Sang-Film, so wie ich solche gerne betitle. Die Musik ist sanft, lebhaft, freundlich, magisch oder auch einmal düster, doch dies ist wunderbar untereinander abgestimmt.

Mary Poppins wird gespielt von Emily Blunt, die ich in der Rolle wahnsinnig gut fand. Mir hat sie wirklich von Anfang an gefallen. Sie hatte immer diese geheimnisvolle, schelmische Lächeln im Gesicht und das hat sehr oft gepasst. Ben Whishaw hat die Rolle des Michael Banks übernommen, den ich bisher nur aus den James Bond-Filmen kannte. Auch einen netten Familienvater kann er spielen. Lin-Manuel Miranda als Jack war ebenfalls sehr überzeugend. Im Großen und Ganzen waren alle Schauspieler gut, ich kann mich persönlich nicht beschweren. Was ich auf jeden Fall noch erwähnen möchte, ist, dass Dick Van Dyke und Karen Dotrice mitgespielt haben. Diese waren schon in der Verfilmung von 1964 dabei und das hatte einen schönen Erinnerungseffekt.

Der ganze Film hat einen an die alte Verfilmung erinnert. Auch wenn es viel Neues zu sehen gab, die Macher sind vielen Details treu geblieben und das ist einfach lobenswert. Das ist auch einer der Gründe, warum ich die Fortsetzung so schön finde.

Die Lieder laden zum Mitmachen ein, die Figuren ziehen einen in den Bann und die Geschichte lässt einen den Alltag vergessen. Auch der Effekt, einen Realfilm mit einem Trickfilm zu verbinden, durfte in einer Szene nicht fehlen. Mary Poppins Kostüme waren ein schöner Hingucker, es kamen geniale Tanzeinlagen vor, die Dialoge boten Abwechslung und der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Ein kleines Aber habe ich trotzdem. Die Synchronstimme von Emily Blunt hat nicht mit der Gesangsstimme übereingestimmt. Es hat mich anfangs irritiert, irgendwann habe ich mich daran gewöhnt, trotzdem glaube ich und bin mir ziemlich sicher, dass mir dadurch die Originalversion besser gefallen wird.

 

Fazit

 

Eine tolle Fortsetzung mit sympathischen Figuren, toller Musik und jeder Menge Magie und Fantasie, ein Film zum Immer-Wieder-Anschauen!

 

Fakten

 

Laufzeit: 131 Minuten

FSK: 0 Jahre

Regie: Rob Marshall

Drehbuch: David Magee

Musik: Marc Shaiman, Scott Wittman

Kamera: Dion Beebe

Schnitt: Wyatt Smith

Besetzung: Emily Blunt, Lin-Manuel Miranda, Ben Whishaw, Emily Mortimer, Pixie Davies, Nathanael Saleh, Joel Dawson, Julie Walters, Dick Van Dyke, Angela Lansbury, Colin Firth, Meryl Streep, David Warner, Jim Norton u.a.

 

Eure Stef

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