“Uns ist es nicht bestimmt alleine zu sein, Shahrzad. Je mehr ein Mensch andere von sich stößt, desto klarer wird es, dass er am meisten von allen Liebe braucht.”

 

Klappentext

 

An jedem Tag nimmt sich der Herrscher von Chorasan, Chalid Ibn al-Rashid, eine neue Frau, die er mit der Morgendämmerung hinrichten lässt. Doch dann meldet sich die junge Shahrzad freiwillig – mit dem festen Willen, zu überleben und ihre beste Freundin, eine dieser Bräute, zu rächen. Sie beginnt ein Spiel um Leben und Tod …

 

Erster Satz

 

Niemand sehnte den Sonnenaufgang herbei.

 

Meinung

 

Viel zu lange habe ich mit dem Buch geliebäugelt, bis ich dann doch endlich Zeit gefunden habe, es zu lesen. Simi kannte es nämlich schon und meinte nur zu mir: Das MUSST du lesen.

Es war ein Traum von Tausendundeine Nacht…  ich liebe die Wüste und dass diese in dem Roman eine große Rolle spielt, hat mir auf Anhieb gefallen. Die Beschreibungen der Landschaft, der Stadt, des Wetters, der Natur, der Speisen und der Figuren waren wundervoll. Die Namen waren am Anfang gewöhnungsbedürftig, halbe Zungenbrecher, aber andere würden gar nicht zu der Geschichte passen. Der Schreibstil ist sehr poetisch und blumig, das begeistert mich immer noch.

Das Buch beginnt vor einem düsteren Hintergrund, denn der Herrscher Chalid lässt seine Frauen mit Anbruch der Morgendämmerung hinrichten. Es ist schlimm, v.a. wenn es jemanden trifft, den man liebt. Genau deshalb meldet sich Shahrzad freiwillig, denn sie will diese Grausamkeiten beenden und begibt sich dadurch selbst in Lebensgefahr, denn es ist nicht nur der Herrscher, der nach ihrem Leben trachtet. Den Mut und die Stärke, die sie beweisen muss, finde ich lobenswert. Sie hat auch ein gewisses Feingefühl und spürt, wann sie mit Chalid ein Spielchen spielen kann und wann sie ihn nicht unterschätzen darf. Ich fand es wahnsinnig spannend, sie zu begleiten und ihre Gedanken zu lesen.

In einem anderen Handlungsstrang geht es um Tarik, Shahrzads Geliebten, der sie aus den Fängen von Chalid befreien will. Am Anfang fand ich ihn gut, aber im Laufe der Handlung wird er mir etwas zu unsympathisch und aufdringlich. Chalid im Gegenzug mochte ich da mehr, obwohl er sehr kühl und verbissen war. Doch die Geheimnisse, die ihn umgeben, machten seine Figur sehr interessant.

Dieses Buch über diese drei Protagonisten hat mich fasziniert, weil jeder für sich etwas Besonderes an sich hatte und in meinem Fall auch nicht vorhersehbar war. Auch der Wechsel der Perspektiven war genau richtig gewählt.

Am Ende habe ich das Buch förmlich verschlungen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat. Es gibt viele schöne Details, die das Bild abrunden, nichts ist aufgesetzt oder übertrieben. Gerade das Orientalische war für mich etwas Neues und eine schöne Abwechslung, weil ich solche Romane noch nicht allzu oft gelesen habe.

Das Hörbuch habe ich parallel dazu gehört und fand es sehr schön. Ich musste mich zwar anfangs etwas an die Stimme von Laura Maire gewöhnen, aber letztendlich hat sie gut dazu gepasst und war angenehm zu hören.

Es ist der erste Roman, den ich von Renée Ahdieh gelesen habe und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band.

 

Fazit

 

Eine orientalische Reise mit wundervollen Beschreibungen, vielschichtigen Charakteren und einem gewissen Hauch Magie. Wer sich gerne an Tausendundeine Nacht erinnern möchte, darf sich von diesem Buch verzaubern lassen, aber Vorsicht, ein Märchen ist es nicht mehr.

 

Fakten

 

Verlag: >> One/Bastei Lübbe <<

Autorin: >> Renée Ahdieh <<

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Als Harcover (16,99 EUR), Taschenbuch (10,00 EUR), Ebook (8,99 EUR) und Hörbuch (11,99-16,99 EUR) erhältlich.

 

Eure Stef

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