„Nicht meine “Jungs” sind hier, um die Lage zu retten. Die Crew ist hier – und das schließt mich ein. Ich bin nicht einfach das Mädchen in ihrer Jungsclique. Ich bin eine von ihnen (…).“

 

Klappentext

 

Um in der Stadt zu überleben, in der ich wohne, gibt es zwei Optionen.
Du kannst zu den Normalos gehören – Cheerleader, Sportler, Mitglied des Debattierteams oder im Jahrbuchkomitee sein. Oder du bist Crew. Beleidigst du uns, tun wir dir weh. Verletzt du uns, zeigen wir dir, was wirkliche Schmerzen sind.
Legst du dich mit uns an, löschen wir dich aus. Mein Name ist Bren. Ich bin die einzige Frau in der Wolf Crew – der besten, wildesten und gefährlichsten Crew, die es gibt. Und wir haben eine Regel: Man darf sich innerhalb der Crew nicht verlieben.
Tja … zu spät.

 

Erster Satz

 

Du sollst dir nicht wünschen, tot zu sein.

 

Meinung

 

Hm… tja, leider ist es nicht mein Fall.

Das ganze Paket war wirklich nichts für mich und das bezieht sich eher auf den Inhalt. Ich konnte und will mit dem System der Crews nichts zu tun haben. Gewalt, die von Kindern und Jugendliche ausgeübt wird. Nein, so etwas verstehe ich nicht. Möchte ich auch nicht verstehen. Ich kann das Ganze nicht gutheißen.  Der Roman hat es auch nicht geschafft, mir zu erklären, warum das denn so notwendig ist! Gewalt ist einfach keine Lösung, wird es nie sein.

Ich habe mir unter Crew einfach etwas ganz Anderes vorgestellt! Wäre die Umgebung so feindlich für alle gewesen, dass es die Crews zum Schutz geben müsste, okay, da gehe ich noch mit, aber nicht so. Und ehrlich? Die Gründe für die Gewaltausbrüche waren mir auch nicht zu – wie soll ich sagen? – drastisch genug?

Vielleicht habe ich schon zu viele Bücher gelesen, wo die Protagonisten weit aus Schlimmeres durchlebt haben, um so zu werden, wie sie jetzt nun mal sind. Ich will Brens Erlebnisse, ihre Vergangenheit, die ja in dem Roman thematisiert werden, nicht schönreden, aber ist das wirklich ihr Schlüsselerlebnis gewesen? Der Grund, warum sie Gewalt vorzieht statt jemanden mit ihren Worten fertig zu machen? Leider bezweifle ich das und das stimmt mich traurig.

Der Schreibstil war dem Thema entsprechend jugendlich, einfach frisch, etwas grob. Dennoch schreibt die Autorin schön verspielt. Der Schreibstil ist im Großen und Ganzen das einzige Positive gewesen. Die Autorin schafft es langsam und immer weiter den Spannungsbogen aufzubauen, sie lockt mit Andeutungen. Ihre Charaktere sind alle sehr vielschichtig, keiner ist nur gewalttätig, das zeigt sie einem immer wieder auf.

Crew sein, bedeutet loyal sein, aber nicht hörig. Das empfand ich wenigstens als eine positive Rückkoppelung.

Kommen wir zu dem Cover… Es ist leider auch nicht mein Fall, es ist halt neutral, aber bei der Thematik? Ich weiß nicht. Habt ihr euch mal das amerikanische Cover zu der Reihe angesehen? So hätte meiner Meinung nach das Cover gestaltet sein müssen, um schon vorneweg zu sagen, hey, hier geht es ein bisschen rauer zu.

Ich weiß gar nicht, was ich euch jetzt noch über das Buch schreiben soll… Ich würde den Roman jungen Menschen einfach nicht empfehlen. Ich habe im Dark Romance-Bereich schon so einige Bücher gelesen, jedoch war das bereits angesprochene Umfeld, die Lebensumstände von den einzelnen Protagonisten ebenso düster und gewalttätig.

 

Fazit

 

Leider konnte mich Crew von der Thematik des Romans her nicht überzeugen. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, der jugendlich und frisch ist, dennoch war der Roman für mich nichts. Kinder und Jugendliche, die ohne ersichtlichen Grund sich zu Crews zusammenschließen und gewalttätig sind… die Autorin hat es nicht geschafft, mir DAS schön zu reden.

 

Fakten

 

Verlag: >> Forever/Ullstein Buchverlage <<

Autor: >> Tijan <<

>> Tijan bei Twitter <<

Als Taschenbuch (12,99 EUR) und Ebook (4,99 EUR) erhältlich.

 

Eure Simi

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