„Ich kann noch immer nicht glauben, dass ich dich geküsst habe.“

„Ist es so schwer vorstellbar, mich zu küssen?“

„Nein. Und genau das macht mir Angst.“

 

Klappentext

 

Als Taylor Jensen an ein und demselben Tag nicht nur ihren Job an einen Kollegen verliert, sondern auch ihren Freund beim Fremdgehen erwischt, hat sie von Männern erst einmal genug. Völlig verzweifelt läuft sie Daniel Grant in die Arme, der ihr ein Zimmer in seiner WG anbietet. Einst waren sie beste Freunde, aber ein männlicher Mitbewohner mit sexy Tattoos und einem unwiderstehlichen Lächeln ist das Letzte, was Tae jetzt gebrauchen kann. Doch Dan steht schon lange auf Männer, weshalb das heiße Prickeln zwischen ihnen nichts zu bedeuten hat – oder etwa doch?

 

Erster Satz

 

Heute wird ein guter Tag. Das spüre ich sofort, nachdem mich die Sonne wach geküsst hat und ich noch immer den Duft meines Freundes einatme.

 

Meinung

 

Ich gestehe, ich hatte Up All Night gar nicht wirklich auf dem Schirm. Aber nach einer Lesung der Autorin war mir klar, das ich das Buch lesen muss. Ausschlaggebend war für mich dieses Mal, dass die Protagonisten Mitte/Ende Zwanzig sind. Sie stehen fest im Berufsleben, haben schon einmal geliebt im Leben und verdienen ihr eigenes Geld. Diese ganze Konstellation in dem Genre zu finden ist nicht immer leicht, meist sind die Protagonisten frisch auf dem College oder Berufseinsteiger, hatten noch nie wirklich eine Beziehung und und und.

Klar, ich will euch nichts vormachen, die Geschichte ist im Groben ziemlich vorhersehbar. Gerade weil man von Anfang an weiß, um welches spätere Paar es geht. Taylor und Daniel – das sagt ja schon der Klappentext. Aber den Beginn habe ich so noch nicht gelesen, denn die Protagonisten kennen sich bereits. Sie waren einmal beste Freunde, hatten sich aus den Augen verloren und in einer Notsituation treffen sie wieder aufeinander. Und jetzt kommt die Krux, der Grund, warum mir das Buch so gefallen hat, Daniel lügt Taylor über etwas ziemlich Wichtiges an. Die Autorin hat in ihrem Roman immer wieder beschrieben wie wichtig es Taylor ist, dass man sie nicht anlügt. Denn Lügner kann sie nicht leiden, hasst sie regelrecht. Und diese ganze Entwicklung, dieses Verstricken in dieser Lüge, diese Lawine, die dadurch ausgelöst wird, dieser Vertrauensbruch, das war für mich am spannendsten.

Ich will nicht leugnen, dass die Protagonisten allesamt toll beschrieben sind. Taylor ist eine taffe Frau, sie ist unglaublich loyal und offen ihren Freunden und allgemein jedem gegenüber. Taylor ist jemand, mit dem man unbedingt befreundet sein möchte, denn sie würde einen nie das Gefühl geben, minderwertig, anders oder nicht liebenswert zu sein. Daniel ist der sogenannte Fels in der Brandung. Er würde wirklich alles für seine Liebsten tun, egal welche Kraftanstrengung, Schlaf oder
Geld ihm das kosten würde. Grace und Addison sind ebenso wunderbare Charaktere, haben ihre eigene Geschichte verdient, denn ich würde mich freuen die beiden noch näher kennenzulernen.

Trotz des ganzen Schwärmens habe ich etwas zu kritisieren. Daniel und Taylor waren mir im Ganzen einfach zu perfekt. Das Ende war in meinen Augen zu glatt, zu rund, ich hätte mir hier gern noch etwas Drama, etwas mehr Wut erhofft. Der große Knall blieb im Endeffekt unter den Erwartungen.

Addison ist hingegen eine sehr interessante Person geworden. Sie scheint extrem vielschichtig zu sein, hat viel Temperament und ist etwas undurchschaubar. Ich freue mich schon auf ihre Geschichte, denn sie hat mich wirklich neugierig gemacht!

 

Fazit

 

Eine vorhersehbare Geschichte, die jedoch durch Witz, Schlagfertigkeit und wundervollen Charakteren besticht. Leider blieb der erwartete Knall aus, dennoch konnte mich die Geschichte sehr gut unterhalten.

 

Fakten

 

Verlag: >> LYX/Bastei Lübbe <<

Autorin: >> April Dawson <<

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Als Taschenbuch (12,90 EUR) und Ebook (9,99 EUR) erhältlich.

 

Eure Simi

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