Nach dem Roman von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows

 

Inhalt

 

1946 erholt sich Europa vom Weltkrieg, eine Zeit, die auch Juliet Ashton miterleben muss. Sie ist Schriftstellerin und hat erst vor Kurzem ihr neues Buch veröffentlicht, als sie einen Brief von Dawsey Adams von den britischen Guernsey-Inseln im Ärmelkanal bekommt. Er berichtet ihr vom Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf, wodurch sie nicht nur den Buchclub kennenlernt, sondern auch von deren Mitglieder und der Zeit aus dem Leben auf der Insel, die von Nazis besetzt gewesen war, erfährt. Juliet beschließt, an diesen Ort zu reisen, um über den Club zu schreiben und findet herazs, dass auf den Guernsey-Inseln eine weitaus größere Geschichte verborgen liegt.

 

Meinung

 

Seit ich den Trailer gesehen und den Roman gelesen habe, wollte ich unbedingt in den Film. Selbst bei anderen Filmen, wo der Trailer von Deine Juliet in der Vorschau lief, hat mein Herz wahnsinnig schnell geklopft. Ich ging mit Herzklopfen in diesen Film und verließ ihn auch wieder mit Herzklopfen. Was für ein wundervoller, atemberaubender Film!

Deine Juliet ist ein historisches Filmdrama von Mike Newell nach der Romanvorlage von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows. Der Film spielt in der Nachkriegszeit, in der eine Schriftstellerin aus Briefen von einem Buchclub erfährt und diesen auch schließlich kennenlernen möchte. Ganz ehrlich, der Name des Buchclubs Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf ist doch außergewöhnlich und spannend, denn automatisch fragt man sich: Was ist das für ein Name? Das hat sich auch Juliet Ashton gefragt. Schon ein Grund genug, um die Mitglieder kennenzulernen.

 

“Glaubt ihr, man kann sich Menschen zugehörig fühlen, bevor man ihnen überhaupt begegnet?”

 

Juliet Ashton wird von Lily James gespielt, die ich in der Rolle perfekt fand. Sie hat Juliet mit einem wunderbaren Feingefühl, aber auch verträumt und mutig, dargestellt – goldrichtig. Ich habe mich mit ihr sofort identifizieren können. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass sie schreibt und ich auch, wir teilen die gleiche Leidenschaft.

Im Grunde genommen ist die Besetzung von allen Rollen einfach toll gewählt. Penelope Wilton als die ernste, aber auch eher verschlossene Amelia Maugery, Katherine Parkinson als die wunderbar verrückte Isola Pribby, Sir Thomas Daniel Courtenay als der gute, alte Eben Ramsey, Michiel Huisman als der verlässliche, verantwortungsvolle Dawsey Adams, Matthew Goode als der unglaublich charmante Sidney Stark, Juliets Verleger und zu guter Letzt die mutige Rolle von Elizabeth McKenna, die von Jessica Brown Findlay gespielt wurde. Alle Figuren hatten etwas Besonderes an sich, von Anfang an fühlte man die Harmonie zwischen allen, der Buchclub war wie eine Familie und sie alle haben dazu beigetragen.

Der Buchclub und die Treffen der Mitglieder waren wunderbar, die Figuren haben sich nicht verstellt und waren einfach so wie sie sind, bis zu dem Moment, wo Juliet erfährt, dass es doch etwas gibt, was nicht in Ordnung scheint und sie sich alle vor ihr verschließen. So taucht sie tiefer und tiefer in die letzten Jahren ein, als die Nazis die Inseln beherrschten. Ab diesem Zeitpunkt ist der Film sehr spannend und emotional, denn der Club musste viel durchmachen. Das hat mich zutiefst berührt, so heftig, dass ich meine Tränen nicht zurückhalten konnte.

Doch nicht nur die Geschichte und die Figuren waren atemberaubend, sondern auch die Umsetzung des Romans, der Ort, die Liebe im Detail, die Musik… es war unglaublich harmonisch und stimmig. Doch es war auch spannend und dramatisch und hat mich bis zum Ende des Films und darüber hinaus mitgerissen. Der Film braucht keine Actionszenen, keine wahnsinnig aufregenden Effekte oder Superhelden, sondern der Film punktet mit einer Intensität an Emotionen, starken Figuren und einer Geschichte, die in einem Buch festgehalten werden muss.

 

„Wenn Bücher die Macht haben, Menschen zusammen zu bringen, hoffe ich, das dieses hier sein Zauberwerk vollbringt.”

 

Im direkten Vergleich von Buch und Film hat mich der Film mehr berührt, trotz dass einiges gefehlt hat. Ein Briefroman, so wie es Deine Juliet ist, schafft es zwar durch die Ich-Perspektive die Gedankenwelt sehr gut darzustellen und die Gefühle aufzubauen, aber die Umsetzung der Emotionen und die ganze szenische Darstellung sind viel einprägsamer und wandern schneller ins Herz, weil der Film das ganze Ausmaß der Kriegszeit und dessen Folgen vor Augen führt.

Egal, ob Buch oder Film, die Geschichte von Juliet und dem Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf ist toll und ich kann sie jedem empfehlen. Für mich gehört der Film zu meinen Filmhighlights dieses Jahr.

 

Fazit

 

Ein Buchclub, eine Schriftstellerin und eine wahnsinnig mutige Geschichte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Dramatisch, spannend und starke Emotionen!

 

Fakten

 

Laufzeit: 124 Minuten

FSK: 6 Jahre

Regie: Mike Newell

Drehbuch: Thomas Bezucha, Don Roos

Musik: Alexandra Harwood

Kamera; Zac Nicholson

Schnitt: Paul Tothill

Besetzung: Lily James, Jessica Brown Findlay, Matthew Goode, Michiel Huisman, Katherine Parkinson, Penelope Wilton, Tom Courtenay, Glen Powell

Internet: >> Deine Juliet <<

 

Eure Stef

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