„Nichts ist wie es scheint.“

 

Inhalt

 

Clara hat ihre Mutter verloren. Nicht nur sie trauert, sondern auch die ganze Familie. Von ihrem Vater erhält sie ein Geschenk, das ihre Mutter für sie ausgesucht hat. Jedoch ist es verschlossen und von dem Schlüssel gibt es keine Spur. Clara bittet ihren Patenonkel um Hilfe, als die Suche sie in eine magische Welt entführt. Die Welt der vier Reiche. Ob Clara den Schlüssel in dieser verzauberten Welt finden wird?

 

Meinung

 

Ich habe den Film in Neuseeland in einem sehr schönen, kleinen Kino geschaut. Während draußen der Frühling erwacht ist, habe ich mir einen Weihnachtsfilm angesehen. Witzig, oder? Tatsächlich bin ich mit der Erwartung ins Kino gegangen, dass in mir keine Weihnachtsstimmung aufkommen kann, denn im November scheint die Sonne in Neuseeland. Es ist angenehm warm, die Blumen blühen und die Wiesen leuchten strahlend grün. Das schafft der Film nicht, habe ich gedacht. Doch ich wurde getäuscht. Ich bin ohne Weihnachtsflair in den Film gegangen und habe weihnachtlich summend den Saal verlassen, hatte Appetit auf gebrannte Mandeln, wollte gerne einen Glühwein trinken und Geschenke auspacken.

Der Nussknacker und die vier Reiche ist eine Disney-Adaption und weicht von dem ursprünglichen Ballett ab. Die Protagonistin ist Clara, die mit dem Tod ihrer Mutter sehr zu kämpfen hat, v.a. an Weihnachten. Sie erhält ein Geschenk, das sie jedoch nicht öffnen kann, was sie sehr frustriert. Warum sucht ihre Mutter dieses Geschenk für sie aus, wenn sie den Schlüssel nicht bekommt? Bei der Weihnachtsfeier ihres Patenonkels kommt sie dem Geheimnis etwas näher und landet in einer magischen Welt, wo ihr eigentliches Abenteuer erst beginnt.

Clara wird gespielt von Mackenzie Foy, die ich bisher nur aus Breaking Dawn und Interstellar kannte. Mir hat sie in der Rolle sehr gefallen, denn sie hat die verschiedenen Emotionen sehr gut rübergebracht und hat sich von Beginn an entwickelt. Onkel Drosselmeyer hätte für meinen Geschmack etwas häufiger vorkommen können. Ich mag Morgan Freeman und hätte gerne mehr von ihm gesehen. Keira Knightley ist in die Rolle der Zuckerfee geschlüpft und hat sie auch gut dargestellt, ich finde nur, dass ihr Blick sehr oft derselbe war. Ob beabsichtigt oder nicht, da hat sie mir in anderen Filmen schon besser gefallen. Richtig gut fand ich Helen Mirren in ihrer Rolle als Mutter Ingwer. Ehrlich gesagt, in Deutsch klingt der Name echt dämlich. Sie war gruselig, aber auch interessant zu gleich und das hat mich fasziniert. Zum Schluss erwähnen möchte ich noch Jayden Fowora-Knight als Nussknacker Philip. Ich habe mir den Nussknacker immer anders vorgestellt, aber er war ein guter Nussknacker, mutig und kämpferisch, und hat Clara immer beschützt.

Nun komme ich aber zu dem, was mich am meisten beeindruckt hat. Das waren neben der wundervollen Musik und der Balletteinlage die Kulisse und die Kostüme. Beides war unglaublich schön anzusehen und natürlich auch Disney entsprechend pompös, fantasievoll und detailreich.

Die Handlung war geradlinig. Es gab vieles, was nicht neu war, aber auch genug, was mich in den Bann gezogen hat. Im Trailer wirkt der Film düster und teilweise gruselig, aber ich empfinde ihn im Nachhinein nicht so. Es gibt Elemente wie der dunkle Wald oder die Clowns, aber die waren nicht so schlimm, sondern brachten Abwechslung in die Geschichte hinein. Dunkelheit gibt es überall und genau das ist es, gegen das sich Clara stellen muss. Ich war mit jeder Menge Kinder im Kinosaal und ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass gleich neben mir jemand anfängt, zu weinen. Im Gegensatz dazu gibt es so viele schöne, magische Szenen, die mein Herz höher schlagen lassen haben und die die Kinderaugen neben mir zum Leuchten gebracht haben.

Ich finde den Film als Weihnachtsfilm sehr gelungen und würde ihn mir sogar noch einmal im Kino anschauen, da das Gesamtpaket gestimmt hat und er mich zum Träumen eingeladen hat. Wer Disney liebt und auf tolle Kostüme, verzauberte Welten, und – ich nenne es mal so – viel Blingbling steht, ist genau richtig in dem Film und kann sich eine Portion Weihnachtsflair abholen. Ich bin auf jeden Fall in Weihnachtsstimmung.

 

Fazit

 

Ein sehr schöner Film zur Weihnachtszeit! Magisch, fantasievoll und spannend. Einfach Disney.

 

Fakten

 

Laufzeit: 100 Minuten

FSK: 0 Jahre

Regie: Lasse Hallström, Joe Johnston

Drehbuch: Ashleigh Powell, Simon Beaufoy

Produktion: Larry J Franco, Lindy Goldstein, Mark Gordon

Musik: James Newton Howard

Kamera: Linus Sandgren

Schnitt: Stuart Levy

Besetzung: Mackenzie Foy, Keira Knightley, Helen Mirren, Morgan Freeman, Jayden Fowora-Knight u.a.

 

Eure Stef

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