Nach dem Roman von Philip Reeve

 

Inhalt

 

Nach einem apokalyptischen Ereignis ist auf der Erde nichts mehr wie es war. Überall sind gigantische Städte auf Rädern oder Gleisketten unterwegs und die Menschen kämpfen nicht nur um ihre eigene Freiheit, sondern auch um alle möglichen Güter, seien es nur Wasser und Brot oder Metalle und Gegenstände.

Hester Shaw gelangt nach London und plant dort ein Attentat auf Thaddeus Valentine, um ihre Mutter zu rächen. Als dieses jedoch scheitert, muss sie fliehen und mit ihr auch Tom Natsworthy, der Zeuge des Attentats war. Beide müssen sich durch das Ödland durchkämpfen und einen Plan entwickeln, um Valentine aufzuhalten. Dieser baut in London eine Waffe, die die Welt der Menschen bedroht…

 

Meinung

 

Ich muss zugeben, als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, hat es mich nicht sofort überzeugt. Es sah interessant aus, aber mir fehlte etwas. Erst im Nachhinein, als ich dann auch das Buch gesehen und einige Rezensionen gelesen habe, habe ich mich dem Film noch einmal gewidmet und schließlich entschieden, ihn mir doch anzuschauen. Gesagt, getan. Der Film war gut, aber…

Über die Handlung und die Umsetzung kann ich nicht meckern. Die Geschichte wird geradlinig erzählt, es gibt einen roten Faden und Gut und Böse lernt man recht schnell kennen. Die Welt, die Raubstädte und die Technik sind gigantisch dargestellt, da haben die Macher keine Mühen und Kosten gescheut. Gerade die Steampunk-Elemente hatten ihren Reiz und waren etwas Neues auf der Kinoleinwand.

Auch schauspielerisch wurden die Figuren prima dargestellt. Hera Hilmar übernahm die Rolle der Hester Shaw, Robert Sheehan spielte Tom Natsworthy und Hugo Weaving schlüpfte in die Rolle des Thaddeus Valentine. Drei Figuren, die ich wirklich sehr spannend fand. Jeder hatte seine besondere Art, aber mir fehlte am Anfang die Tiefe. Es ging wahnsinnig schnell, viele Informationen strömten auf einen ein und die Bildgewalt der Raubstädte hat die Figuren förmlich in den Schatten gestellt. Im Laufe der Handlung wurde es etwas besser und ich konnte das Zusammenspiel der Figuren und der Umgebung mehr genießen.

Hinzu kommen aber noch weitere Figuren, die einige Fragezeichen bei mir hinterlassen haben. Da fehlte viel mehr Tiefe. Es gab Figuren, die Potential hatten, aber in diesem Film nicht richtig zu Wort gekommen sind. Zwischendurch schoss mir wirklich die Frage durch den Kopf: Wo ist eigentlich die eine Figur hin? Das fand ich seltsam. Nebenfiguren sind Nebenfiguren, aber es waren Figuren dabei, bei denen ich der Meinung bin, dass sie wichtig gewesen sind und auch eine wichtige Rolle in der Geschichte gehabt haben. Schade, da sie am Ende nicht mehr erwähnt wurden, geschweige denn aufgetaucht sind. Was ich vermute, ist, dass die Figuren in der Fortsetzung eine größere Bedeutung haben und genau das wünsche ich mir.

Der Film hat wahnsinnig tolle Ideen. Ich hatte danach wirklich Lust, mehr darüber zu erfahren und habe mir den ersten Band gekauft, weil der Film mich trotz der schwächelnden Nebenfiguren begeistert hat. Daher kann ich noch nicht sagen, ob der Film stark vom Buch abweicht oder nicht, aber ich lasse mich jetzt einfach überraschen.

Abschließend halte ich fest: Der Film war gut, aber es geht besser.

 

Fazit

 

Ein spannender Film, erfrischend anders, aus einer Mischung von Science-Fiction, Fantasy und Steampunk-Elementen. Die Effekte sind der Wahnsinn, doch die Tiefe der Figuren hat leider etwas gelitten.

 

Fakten

 

Laufzeit: 129 min

FSK: 12 Jahre

Regie: Christian Rivers

Drehbuch: Peter Jackson, Philippa Boyens, Fran Walsh

Produktion: Peter Jackson, Fran Walsh, Deborah Forte, Amanda Walker, Zane Weiner

Musik: Junkie XL

Besetzung: Robert Sheehan, Hera Hilmar, Hugo Weaving, Jihae, Stephen Lang, Ronan Raftery, Patrick Malahide, Colin Salmon, Regé-Jean Page, Mark Hadlow, Aaron Jackson, Stephen Ure, Kee Chen, Mark Mitchinson, Leila George

 

Eure Stef

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