“Du bist nur machtlos, wenn du glaubst, dass du es bist.”

 

Inhalt

 

Robin von Loxeley lernt die hübsche Marian kennen und verbringt mit ihre eine romantische Zeit, als er von der königlichen Armee eingezogen wird und in den Kreuzzügen für den christlichen Glauben kämpfen muss. Während er in Arabien in den Krieg zieht, gelangt die Nachricht nach England, dass er gefallen sei, was dazu führt, dass sein Land und Gut vom Sheriff von Nottingham beschlagnahmt wird und Marian in den Minen leben muss…

Vier Jahre später kehrt Robin zurück und steht vor dem Nichts. Doch er macht es sich zur Aufgabe, seinen Besitz zurückzuerlangen und dem ausgeraubten Volk zu helfen. Als Robin Hood nimmt er es mit dem Sheriff von Nottingham auf…

 

Meinung

 

Pfeile los! Robin Hood ist hier!

Die Geschichte rund um Robin Hood finde ich sehr spannend und ich kenne sehr viele Verfilmungen, dadurch bin ich den neuen gegenüber sehr offen. Dieser Film ist erfrischend anders, warum, verrate ich euch.

Der rote Faden ist wie in allen Filmen der gleiche. Robin zieht in den Krieg, kehrt zurück und hat alles verloren. Dem Volk geht es schlecht und er setzt sich für sie ein. Das ist nichts Neues, deshalb kann man sich auch denken, wie der Film ablaufen wird und was ungefähr geschehen wird. Das Entscheidende an dem Film ist die Umsetzung. Und die war doch ziemlich cool, denn der Film ist sehr speziell gemacht. Kurz und knapp: Mittelalter trifft Moderne.

Wer King Arthur: Legend of the Sword kennt, weiß vielleicht schon, was ich meine. Pfeile werden fast maschinenartig abgefeuert, die Figuren tragen lässige Lederjacken, die Musik ist sehr rockig, die Sprache ist teilweise umgangssprachlich, die Stadt besitzt etwas modern angehauchte Bauten… das ist eine ziemlich verrückte Mischung und das muss man mögen. Wer aber an dieser Stelle schon sagt “Ach herrje, das ist nichts für mich”, wird nicht warm mit dem Film.

Ich hatte jede Menge Spaß, denn der Film war eine gelungene Abwechslung für mich. Sicher, es gab viele Dinge, die unglaubwürdig waren, aber ich glaube, das macht der Film mit Absicht. Man wollte einfach die Grenzen sprengen, was ich gar nicht so schlecht fand.

Der Film ist nicht perfekt. Typische Heldenfloskeln, die ich Sekunden vorher schon flüstere und dadurch einen Ellenbogenschubser von meiner Kinofreundin einstecken muss, kommen vor und das Ende, welches doch von der bekannten Geschichte abweicht, eröffnet den Weg für eine Fortsetzung, welche es wahrscheinlich nie geben wird.

Taron Egerton spielte Robin Hood, den ich ganz gut fand. An manchen Stellen wirkte er etwas zu jung, aber er konnte sich auch behaupten. Jamie Foxx schlüpfte in die Rolle des Little John und da musste man einfach das Wissen und die Bilder der alten Filme verdrängen. Er war cool und lässig, aber auch ganz anders als die Little Johns, die man bisher kennengelernt hat. Jamie Dornan als Will Scarlet war okay, die Rolle war einfach seltsam. Eve Hewson war die hübsche Marian. Sie passte gut zu Taron Egerton und unterstrich mit ihrer Figur die junge, moderne Art des Films. Als letztes erwähne ich noch Ben Mendelsohn. Der Bösewicht schlechthin. Mittlerweile sehe ich ihn verdammt oft und stelle immer wieder fest, dass er wieder der Bösewicht ist. Das scheint ihm gut zu liegen und konnte er auch in diesem Film wieder beweisen.

Im Großen und Ganzen kann man sich den Film schon ansehen, aber man muss Außergewöhnliches mögen und bereit für solche Filmexperimente sein. Ich fand ihn witzig und fühlte mich gut unterhalten, aber eines steht fest: mit den bisherigen Robin Hood-Filmen kann er nicht mithalten.

 

Fazit

 

Mittelalter trifft Moderne! Wer Lust hat, einen jungenhaften, coolen Robin Hood zu sehen und sich von bizarren oder außergewöhnlichen Details nicht abschrecken lässt, wird gut unterhalten. Wer das nicht mag, sollte lieber bei den älteren Filmen bleiben, denn gegen die kommt der neue Robin Hood nicht an.

 

Fakten

 

Laufzeit: 116 Minuten

FSK: 12 Jahre

Regie: Otto Bathurst

Drehbuch: Joby Harold

Produktion: Jennifer Davisson, Leonardo DiCaprio

Musik: Joseph Trapanese

Kamera: George Steel

Schnitt: Chris Barwell

Besetzung: Taron Egerton, Jamie Dornan, Ben Mendelsohn, Jamie Foxx, Eve Hewson, Björn Bengtsso, Tim Minchin

 

Eure Stef

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.