#findetmargot

 

Inhalt

 

David Kim lebt mit seiner Tochter Margot allein, seitdem seine Frau an Krebs verstorben ist. Eines Abends chatten sie miteinander, da sie bei einer Lerngruppe ist und erst später nach Hause kommt. Als David am nächsten Tag aufwacht, hat er drei Anrufe in Abwesenheit von seiner Tochter, kann sie aber auch den Rest des Tages nicht erreichen. Nach 37 Stunden fehlt von Margot immer noch jede Spur, sodass sie als vermisst gemeldet wird. Während die Polizei den Hinweisen in der Öffentlichkeit nachgeht, recherchiert David im Internet nach seiner Tochter und stellt fest, dass sie mehr Geheimnisse vor ihm hatte, als er dachte…

 

Meinung

 

Ich bin sprachlos. Als ich den Kinosaal verlassen habe, hatte ich Redebedarf. Heftig, richtig heftig. Der Film ist grandios und auf jeden Fall sehenswert! Doch ich fange kurz von vorne an.

Searching habe ich mir sehr spontan angesehen. Als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, dachte ich, dass es eine Google-Werbung ist. Man sieht, wie jemand Fotos und Videos seiner Familie hochlädt und mit jemanden chattet, deswegen habe ich den Film auch nicht weiter beachtet. Als ich vor ein paar Tagen aber den Trailer komplett gesehen habe, hat mich der Film nicht in Ruhe gelassen.

Gesagt, getan. Ab ins Kino und dann war ich baff.

Der Film erzählt die Geschichte von David und seiner Tochter Margot. Sie verschwindet und er versucht sie zu finden. Klingt wie Taken bzw. 96 Hours, aber das ist es ganz und gar nicht. Man begleitet David auf der Suche im Internet und den Hinweisen auf Margots PC und das ist richtig spannend. Ich war verblüfft, wie viel er über die sozialen Netzwerke und die Freunde herausgefunden hat, obwohl er die Freunde von ihr nicht kannte. Im Laufe des Films wird es immer verblüffender, dramatischer und spannender, v.a. als die Öffentlichkeit mit eingeschaltet wird. Die Suche nach seiner Tochter wird im Internet auseinandergenommen und David hat mit den vielen Meinungen und Kommentaren zu kämpfen. Ich habe mit ihm gelitten, mitgefiebert und gebangt.

Das Besondere an dem Film ist die Kameraführung bzw. die Sichtweise von David. Im Trailer könnt ihr es erahnen und stellt euch vor, der ganze Film ist so und das ist genial. Ich habe mich selbst erwischt, wie ich manche Floskeln und Smileys oder PC-Handgriffe genauso benutze. Ob die Nachrichtensender die Informationen wirklich so preisgeben und ob die Polizei einen Familienvater so mitarbeiten lässt, ist ein anderes Thema, aber so wie der Film umgesetzt wurde und wie man als Zuschauer Stück für Stück an die Informationen gelangt ist, war es richtig gut gemacht.

Ein dickes Lob auch an John Cho, ich habe ihm die Rolle des Familienvaters von Anfang an abgenommen. Die Verzweiflung und sein Schock waren aus dem Gesicht abzulesen, sodass man selbst auch oft sprachlos war.

Ein sehr guter Thriller, den ich jedem empfehlen kann. Nicht nur wegen dem Plot, sondern auch wegen der Darstellung der vielen Figuren im sozialen Netzwerk und der Gedankengänge des Protagonisten. Dieser Film verdient eindeutig viel mehr Aufmerksamkeit.

 

Fazit

 

Ein interessanter Plot, eine erfrischend andere Inszenierung und ein paar dramatische Wendungen! Ein Thriller, der es in sich hat. Sehr sehenswert!

 

Fakten

 

Laufzeit: 102 Minuten

FSK: 12 Jahre

Regie: Aneesh Chaganty

Drehbuch: Aneesh Chaganty, Sev Ohanian

Produktion:Timur Bekmambetov, Sev Ohanian, Natalie Qasabian, Adam Sidman

Musik: Torin Borrowdale

Besetzung: John Cho, Debra Messing, Michelle La, Joseph Lee u.a.

Internet: >> Searching <<

 

Eure Stef

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