Von grünen Wiesen, Briefkästen und Hobbitvorlieben.

 

Als wir uns Matamata näherten, einer kleinen Stadt in der Region Waikato, spürte ich schon förmlich, dass Hobbiton nicht mehr weit weg sein kann. So weit das Auge reicht hügelige Weidelandschaften, Schafe, grüne Wiesen, kleine Wälder… schon das steigerte meine Vorfreude.

In der Nähe von Matamata befindet sich das Hobbiton Movie Set, was nicht zu verfehlen ist, weil viele Hinweisschilder den Weg weisen. Der erste Blick fiel auf ein riesiges Hobbiton-Schild und schon schaut man umher, in der Hoffnung, irgendetwas sehen zu können… doch keine Spur. Denn das Filmset ist versteckt und sieht man von der Straße aus nicht. Das Gebiet ist umzäunt und nur mit Genehmigung darf es befahren werden.

 

 

Wir holten unsere Eintrittskarten ab, die wir drei Monate vorher online gekauft haben und warteten auf den Zeitpunkt, dass wir uns anstellen sollten. Im Hobbiton ist es so, dass es nur geführte Touren gibt, alleine darf man nicht hindurchgehen und die Touren finden alle 10 Minuten statt. Der ein oder andere kann es sich jetzt schon denken. An jeder Hobbithöhle bzw. Haltepunkten hatte man 10 Minuten Zeit. Je nach Größe der Gruppe kann es schwierig werden, Fotos ohne Menschen zu machen. Ich hatte aber das Gefühl, dass darauf Rücksicht genommen wurde und jeder Zeit hatte, ein paar Fotos zu machen.

 

 

Der Bus kam und schon ging es los. Die Fahrt dauerte ca. 5 Minuten, ein Einführungsvideo mit Peter Jackson und passender Hintergrundmusik ließ mein Herz schon schneller schlagen und dann fuhren wir über einen Hügel. Mir verschlug es die Sprache. Überall kleine Hobbithöhlen. Schon dieser Anblick war so schön, dass ich schon beim Schreiben des Beitrags eine Gänsehaut bekomme.

 

 

Und jetzt kommen endlich die vielen schönen Fotos, die wir gemacht haben und ich empfehle euch, das Lied Concerning Hobbits vom Soundtrack The Lord of the Rings im Hintergrund laufen zu lassen. Das gibt den Fotos noch das gewisse Etwas, hihi.

Und wer sich Hobbiton demnächst in Natura anschaut, sollte nicht weiterlesen, sonst ist die Überraschung kaputt.

Also dann, kommt mit!

 

 

“Die Straße gleitet fort und fort,
Weg von der Tür, wo sie begann
Weit überland, von Ort zu Ort,
Ich folge ihr, so gut ich kann.
Ihr lauf ich raschen Fußes nach
Bis sie sich groß und breit verflicht
Mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiß es nicht.”
(Bilbo)

 

 

Man hätte ja einfach eine Tür und ein paar Blumen hinstellen können… nein, da gehört noch ein Schaukelstuhl hin. Und eine Laterne. Eine Gießkanne, ein Tisch, ein Apfel, eine Pfeife und und und …

 

 

Und ich kann mein Glück nicht fassen, dass ich wirklich da war …

 

 

Das Gemüse ist übrigens echt. Die kleinen Gärten werden bewirtschaftet und auch geerntet.

 

 

Man wird das Gefühl nicht mehr los, dass tatsächlich Hobbits dort leben.

 

 

Es ist übrigens wirklich so grün dort gewesen. In Neuseeland ist der Frühling eingekehrt.

 

 

Habt ihr Hunger? Wie wäre es mit Brot?

 

 

Oder Käse?

 

 

Oder doch lieber Honig?

 

 

Wisst ihr, was auch niedlich war? Die kleinen Briefkästen!

 

 

Oder die Wäscheleine! Davon standen überall welche. Da ging bei mir das Herz auf …

 

 

Ein großes Highlight war natürlich die Hobbithöhle der Beutlins. Sie sieht wirklich aus wie im Film. Da werden Träume wahr!

 

 

Reingehen konnte man übrigens in keine der Höhlen, denn sie sind nur Fassade.

 

 

Dieser Baum steht über der Höhle. Im Film blüht er in voller Pracht. In Wahrheit sind die Blüten alle unecht. Sie wurden auch alle einzeln an den Baum geklebt. Trick 17, haha.

 

 

Das ist der Blick von der Beutlin-Höhle zum Green Dragon, dem Wirtshaus der Hobbits. Ist das nicht schön? Hier würde ich schon gerne wohnen.

 

 

Wir nähern uns dem Green Dragon, aber vorher noch …

 

 

Hier ist ein Vergleich, wie viel größer der Mensch zum Hobbit ist.

 

 

Ich dachte, ich bin klein. Darüber können die Hobbits nur lachen. Da seht ihr auch wieder einen hübschen Briefkasten. Neckisch, oder?

 

 

Die Festwiese mit dem riesigen Festbaum gibt es natürlich auch. Dieser Baum war der Grund, warum Peter Jackson sich für diese Farm entschieden hat.

 

 

Wessen Herz schlägt bei den Bildern auch höher?

 

 

Nach dem wunderschönen Weg durch Hobbiton machen wir noch einen Halt im Green Dragon.

 

 

Tretet ein!

 

 

Hach ja … Ein letzter Blick.

 

 

Am Ende holte uns wieder ein Bus ab und… wie soll ich sagen… mir standen die Tränen in den Augen. Das Gefühl, dort zu stehen, die Vögel zu hören, die kleinen niedlichen Details zu sehen, der Musik zu lauschen… war wundervoll. Eine Erinnerung, die ich nicht mehr missen möchte.

Auf der Rückfahrt gab es noch ein Abschiedsvideo und der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, war… Ich möchte jetzt die Filme schauen, was ich auf dem Rückflug auch getan habe. Ich habe mir in den 16 Stunden Flugzeit alle drei Hobbit-Filme angeschaut und als dieser bezaubernde Ort zu sehen war, freute ich mich wie ein Honigkuchenpferd.

Trotz vieler Touristen, dem straffen Zeitplan und einem Eintrittspreis in Höhe von 84 NZD hat es sich gelohnt. Das Gefühl, dort zu stehen und das mit eigenen Augen zu sehen, ist der Wahnsinn. Wer mit dem Gedanken spielt, diesen Ort zu besuchen, macht es. Er ist besonders, magisch und sehr sehenswert.

An dieser Stelle ein Dank an J. R. R. Tolkien für die Idee der Hobbits und an Peter Jackson für die Umsetzung. Ich bin inspiriert bis oben hin und habe mich von der Idylle gefangen nehmen lassen. Ich bin Mittelerde ein Stückchen näher gekommen.

 

 

Für mich ging ein Traum in Erfüllung und es ist unglaublich, wie glücklich mich so ein kleiner Ort gemacht hat und immer noch macht. Ein wundervoller Ort, der mich in seinen Bann gezogen hat und ich habe ein Stückchen meines Herzens dort verloren.

 

“Mir ist ein schöner Schluss für mein Buch eingefallen: Und so lebte er vergnügt bis ans Ende seiner Tage.” (Bilbo)

 

Eure Stef

1 thought on “Stef auf den Spuren der Hobbits”

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